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Monza - Thompson: "Bin rennbereit"

Tourenwagen-Spezialist James Thompson ist wieder einmal auf Cockpitsuche und spekuliert nun auf einen Stammplatz für die kommende WTCC-Saison.

Für die in der Tourenwagen-WM engagierten Hersteller stellt die Saison 2010 ein Übergangsjahr dar, weil 2011 das neue Motorenreglement greift und das Spielfeld neu eingrenzt. Ersteres gilt aber auch für James Thompson, der wieder einmal ohne Cockpit dasteht. Der britische Rennfahrer will jetzt versuchen, in diesem Jahr noch einige Gaststarts zu absolvieren, um 2011 als Stammpilot anzutreten.

Das Problem dabei: Nach der Trennung vom Hartmann-Team hat Thompson derzeit keinen fahrbaren Untersatz, um ein solches Unternehmen auch in die Tat umzusetzen. "Ich würde ja gerne", sagt der 36-Jährige gegenüber 'Motorsport-Total.com', "doch im Augenblick habe ich rein gar nichts an der Hand. Ich schaue mich lediglich um, ob ich irgendwo ein Lenkrad in die Finger bekommen kann."

In diesem Fall würde Thompson sofort und ohne Umschweife ins Rennauto springen, weil Fahrpraxis noch immer das A und O ist. "Ich möchte 2010 noch möglichst viele Rennen bestreiten", meint der langjährige WTCC-Fahrer, merkt aber an: "Leider hängt das nicht immer von mir ab. Ich bin allerdings rennbereit. Warten wir also einmal ab, was sich in dieser Sache tut", so der Tourenwagen-Routinier.

Sollte es in dieser Saison nicht mit einzelnen Gaststarts klappen, würde Thompson die Flinte aber nicht ins Korn werfen - der Fokus des Briten ruht einzig und alleine auf einem Stammcockpit für die kommende WM-Saison. "Natürlich", wie der ehemalige Honda-Fahrer betont. Thompson beschreibt seine Ausgangslage: "Ich bin vertraglich vollkommen ungebunden und frei auf dem Markt verfügbar."

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"Sollten sich neue Teams Gedanken über einen WTCC-Einstieg machen, so will ich doch hoffen, dass mich meine Erfahrung und meine früheren Ergebnisse in eine gute Position versetzen. Ich drücke mir jedenfalls die Daumen", witzelt Thompson, der in der Zwischenzeit als Co-Kommentator für 'Eurosport' tätig ist. Wäre das eine Alternative? "Das will ich nicht hoffen", so Thompson. "Ich will wieder fahren!"

Monza - Doppelsieg für BMW in Monza

BMW hat beim fünften Lauf zur Tourenwagen-Weltmeisterschaft in Monza einen Doppelerfolg gefeiert. Andy Priaulx gewann das erste von zwei Tagesrennen auf der Grand-Prix-Strecke im Königlichen Park vor seinem Markenkollegen Augusto Farfus. Der Franzose Yvan Muller /Chevrolet) gewann das zweite Rennen.

Er triumphierte vor Tom Coronel (Niederlande) in einem Seat León. Kurioserweise brachten in beiden Rennen Reifenplatzer in der jeweils letzten Runde die scheinbar sicheren Sieger um den Triumph.

Privatfahrer Franz Engstler (Kempten) schied in seinem BMW 320si im ersten Lauf in der vierten von neun Runden aus. Für das sechste Saisonrennen bekam der Allgäuer sein Auto nicht rechtzeitig fertig, so dass er nicht starten konnte.

Reifenplatzer stoppt Tarquini

WM-Spitzenreiter Gabriele Tarquini schien im ersten Tageslauf auf dem 5,793 Kilometer langen Kurs einem ungefährdeten Erfolg entgegenzusteuern. Dann platzte am Seat Leon des führenden Italieners ein Reifen und er fiel am Ende auf den siebten Platz zurück. Nun sah Robert Huff im Chevrolet Cruze wie der sichere Sieger aus. Aber auch bei dem Briten ging, kurz nachdem er die Spitze übernommen hatte, ein Reifen kaputt. Huff wurde schließlich Dritter. Priaulx siegte im BMW 320si in 18:32,008 Minuten mit 0,248 Sekunden Vorsprung vor Farfus jr.

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Anschließend brachte ein geplatzter Reifen Michel Nykj?r um seinen ersten WM-Sieg. Im ersten Durchgang hatte der dänische Seat-León- Pilot den achten Platz belegt. Tarquini erhielt wegen eines Frühstarts eine Durchfahrtsstrafe, was ihn zum zweiten Mal an diesem Sonntag den möglichen Erfolg kostete. Muller gewann nach neun Runden in 18:28,805 Minuten. Coronel wies 0,512 Sekunden Rückstand auf.

Nach sechs von 22 WM-Läufen hat Muller mit 100 Punkten die WM- Führung übernommen. Tarquini folgt auf Gesamtrang zwei vor dem punktgleichen Huff (beide 76). Priaulx (74) ist neuer WM-Vierter.

Monza - 1. Training: Tarquini führt das Feld an

Beim WTCC-Rennen von Monza hat Gabriele Tarquini (SR-Sport) das erste Training gewonnen. Der amtierende Weltmeister übernahm nach der Hälfte der Session die Führung von Andy Priaulx (BMW Team RBM) mit der Bestzeit von 2:01,324 Minuten auf dem 5,793 Kilometer langen Autodromo Nazionale.

Erst in den letzten Minuten fuhr Rob Huff mit 2:01,480 auf den Platz zwei mit seinem Chevrolet Cruze. Erneut wurden die Spitzenplätze von den Fahrern der Werk-Teams eingenommen: Priaulx, nach der Hälfte der Zeit noch Führender, beendete das Training auf dem dritten Rang (2:01,562).

Die Top 5 wurden von Chevrolets Yvan Muller (2:01,614) und SR-Sports-Fahrer Jordi Gené (2:01,682) komplettiert, während der Schnellste vom Vortag, Augusto Farfus, mit 2:01,706 nur Rang sechs in seinem BMW 320si belegte. Der dänische Debütant Michael Nykjaer wurde Siebter (2:01,775) vor den beiden SR-Sport-Teamkollegen Tom Coronel (2:01,844) und Tiago Monteiro (2:01,861).

14 Fahrer in einer Sekunde

Nach Problemen mit dem Öldruck am Vortag erreichte Neuling Fredy Barth in 2:01,980 noch die letzte Top-Ten-Platzierung im ersten Training. Der beste Independent-Pilot, Kristian Poulsen aus Dänemark, landete am Ende mit seinem BMW 320si in 2:02,020 auf dem elften Rang. Stefano D'Aste - in den vorangegangenen Tests noch der Schnellste aus dem Independent-Lager - musste aufgrund von Schaltproblemen eine fliegende Runde abbrechen.

Insgesamt ging es bei der ersten Trainigssession äußerst eng zu: 14 Fahrer erzielten Bestzeiten in derselben Sekunde, obwohl eine Vielzahl an Zeiten wegen Auslassungen von Schikanen aberkannt wurden.